Die richtige Matratze

Beim Matratzenkauf müssen viele Faktoren berücksichtigt werden: Hart oder weich, Kaltschaum, Latex oder doch eher eine Federkernmatratze? Die falsche Matratze kann die Schlafqualität erheblich beeinträchtigen und sogar zu Rückenschmerzen und anderen Beschwerden führen.

Matratzentypen

Die gängigsten Matartzen sind Federkern, Schaumstoff- und Latex–Matratzen. Neben Mischformen der genannten Typen gibt es noch weitere Arten, wie z.B. Luftmatratzen, Naturmatratzen und Wasserbetten.

Federkernmatratzen

Der Klassiker unter den Matratzen besteht aus einem harten Kern im Inneren—ein System aus voneinander unabhängigen Stahlfedern—umschlossen von einem Grobpolster z.B. aus Baumwolle oder Rosshaar. Qualitativ hochwertige Federkernmatratzen sorgen dafür, dass alle Körperregionen mit zunehmendem Gegendruck unterstützt werden.

Durch Hohlräume zwischen den Stahlfedern kann die Luft im inneren der Matratze gut zirkulieren. Hier wird durch Atmungsaktivität einer Schimmelbildung vorgebeugt. Federkernmatratzen sind sehr langlebig, robust und preiswert, dafür allerding auch ziemlich schwer.

Schaumstoffmatratzen

Dieser Begriff umfasst verschiedene Matratzentypen. Am häufigsten wird der Matratzenkern aus Polyurethan (PU / PUR) oder viskoelastischem Schaum gefertigt.

Zu dieser Art von Schaumstoffmatratzen zählen auch die elastischen und formbeständigen Kaltschaummatratzen. Sie kehren bei Entlastung schnell in ihre ursprüngliche Form zurück. Durch eine grobe und unregelmäßige Porenstruktur sind Kaltschaummatratzen sowohl leicht, als auch atmungsaktiv.

Viskoelastischen Schaum nennt man häufig auch Memory–Schaum. Stellen, die belastet wurden, „erinnern“ sich nach der Entlastung noch für einige Sekunden an die Balastung. Der eigene Körperabdruck ist daher nach dem Aufstehen noch kurz zu sehen.

Ursprünglich wurden viskoelastische Matratzen für den medizinischen Bereich entwickelt, weil durch die gleichmäßige Verteilung des Körpergewichts Druckgeschwüren bei bettlägerigen Patienten vorgebeugt werden kann. Vorteilhaft ist die druckreduzierte Liegeposition auch bei Rückenproblemen.

Wer sich im Schlaf häufig dreht, kann dies auf Kaltschaummatratzen allerdings als mühselig empfinden. Menschen, die viel schwitzen, können das Material außerdem als unangenehm empfinden, da es in seiner Grundeigenschaft relativ „warm“ ist.

Latexmatratzen

Latexmatratzen bestehen im Normalfall aus Naturkautschuk, synthetischem Kautschuk oder einer Mischung aus diesen beiden Materialien. Eine der Haupteigenschaften von Latexmatratzen ist ihre Punktelastizität, d.h. sie geben nur an den Stellen nach, die auch tatsächlich belastet werden. Weniger belastete Stellen stützen dagegen den Körper. Bei Entlastung federn die belasteten Stellen sofort wieder in ihre Ausgangsposition zurück.

Passend zur Anatomie des Körpers weisen die meisten Latexmatratzen unterschiedlich harte Liegezonen auf. So sind Latexmatratzen z.B. im Schulterbereich etwas weicher als im Bauchbereich, wo der Körper eine feste Unterlage als Unterstützung benötigt.

Bei der Herstellung von Latexmatratzen schäumt man den flüssigen (Natur–)Kautschuk auf, sodass unzählige kleine Luftkammern entstehen. Dies sorgt für eine gute Wärmeisolierung, Belüftung und Schweißverdunstung. Um einer Schimmelbildung vorzubeugen, sollte das Zimmer häufig stoßgelüftet werden, damit die Matratze die aufgenomme Feuchtigkeit an die Raumluft abgeben kann.

Je höher das Raumgewicht eine Latexmatratze (Gewicht pro Volumeneinheit), desto schwerer und unhandlicher ist sie. Dies kann , gerade bei älteren Nutzern, beim Bettenbeziehen zum Problem werden!

Mischformen

Häufig werden die verschiedenen Matratzenformen miteinander kombiniert, um damit die unterschiedlichen Liegeeigenschaften der Materialien miteinander zu vereinen. So gibt es z.B. Kaltschaummatratzen mit einer Lage aus Memory–Schaum an der Oberfläche, Mischungen aus Federkern und Schaumkern oder auch aus Latex und Naturmaterialien.

Die richtige Matratze finden

Die richtige Matratze zu finden kann sehr mühselig sein. Zwar geben Hersteller, Händler und auch Freunde gute Ratschläge, die manchmal allerdings eher verwirren, als dass sie helfen. Denn dabei fließen auch oft persönliche Präferenzen mit ein, die *ihnen* nicht helfen werden.

Hier einige Ratschläge, die Sie in jedem Fall befolgen sollten:

  • Versuchen Sie sich die Zeit zu nehmen, um auf einigen Matratzen probezuliegen. Auch nach nur 15 Minuten wird schnell klar, ob Sie auf der Matratze eine ganze Nacht verbringen wollen.
  • Wählen Sie eine Matratze, bei der sich der Bezug abnehmen und waschen lässt.
  • Für ein Doppelbett, sollten sie immer zwei Matratzen nehmen, damit beide Partner auf ihrer individuellen Unterlage schlafen können.
  • Vorsicht bei Schnäppchen: Nicht jede billige Matratze ist schlecht, aber gute Qualität hat meist ihren Preis. Bedenken Sie, dass man durchschnittlich 1/3 seines Lebens im Bett verbringt!
  • Selbst die beste Matratze bringt nicht viel, wenn der Lattenrost nicht passt, oder veraltet ist.

Wenn sie sich unsicher sind, welche Matratze für Sie die richtige ist, können sie auch einfach unseren Matratzenberater nutzen. Dort geben Sie bitte alle relevanten Daten zu Ihrer Anatomie und Ihrem Schlafverhalten an und wir erarbeiten ein individuell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Angebot. Natürlich kostenlos und unverbindlich!